ROWAphos & Phosphat-Test

ROWAphos & Phosphat-Test

Wie funktioniert eigentlich ROWAphos?

Antwort

ROWAphos ist ein Adsorbermaterial auf Eisenhydroxid Basis. Es besteht aus Eisenoxidhydrat FeOOH und Wasser. ROWAphos wird aus synthetischen Stoffen hoher Reinheit hergestellt. Es bindet (adsorbiert) Phosphate und Silikate, die es nicht wieder in Lösung gehen lässt. Im Unterschied zu einigen anderen Phosphatentfernern wird das Beckenwasser von ROWAphos nicht negativ beeinflusst. Es kann daher auch bei empfindlichen Fischen und niederen Tieren in der Süß- und Meerwasseraquaristik eingesetzt werden.

ROWAphos wird außerdem in der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt, da es neben Phosphat und Silikat auch äußerst effektiv Arsen entfernt. Dank unseres Materials ist in vielen Wasserwerken die Einhaltung der strengen Arsen Grenzwerte für Trinkwasser in Deutschland möglich. 

 

Einsatz von ROWAphos im Wirbelbettreaktor

Frage

Wie setze ich ROWAphos im Wirbelbettreaktor ein?

Antwort

Immer häufiger wird ROWAphos im WIrbelbettreaktor eingesetzt. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Durch den sehr guten Kontakt des Granulates mit dem Meerwasser wird die Adsorptionskapazität noch weiter verbessert.

Wie es am besten eingesetzt wird und weitere Tipps findet Ihr in diesem You Tube Video von The LAB: ROWAphos and how it works.

Wie oft muss ich ROWAphos austauschen? Wann ist das Material erschöpft?

Antwort

Generell kann man keine pauschalen Angaben zur Standzeit des Filtermaterials geben, da die Standzeit vom Phosphat-Gehalt im jeweiligen Becken abhängt. Der Phosphat-Gehalt im Becken hängt nicht nur von der Konzentration im Beckenwasser ab. Oftmals wurde z. B. durch Ausfällungsreaktionen sehr viel Phosphat im Bodengrund und in der Dekoration gespeichert. Dieses Phosphat geht langsam wieder in Lösung und kann zu einer erheblichen Erhöhung der Phosphatkonzentration im Beckenwasser führen.

ROWAphos bindet schnell und äußerst effizient das im Wasser gelöste Phosphat. Die Abnahme der Phosphatkonzentration ist mit einem guten Tropfen-Test leicht nachvollzieh- und messbar. Wenn das Material erschöpft ist, also kein Phosphat mehr gebunden werden kann, steigt die Konzentration langsam wieder an. Dieser Anstieg kommt ausschließlich durch Bildung neuen Phosphates (z. B. durch Demineralisation organischer Substanz) und durch gebundenes Phosphat zustande. Es wird kein Phosphat durch ROWAphos wieder abgegeben. Sobald Sie einen Anstieg der Phosphatkonzentration messen, muss ROWAphos ausgetauscht werden.

Viele im Handel erhältlichen Phosphat-Tests sind bei niedrigen Konzentrationen vor allem im Meerwasserbereich nur bedingt aussagekräftig. Wir empfehlen unseren, in Zusammenarbeit mit der Firma Merck entwickelten, Phosphat-Test (Art.-Nr. 040800), der besonders bei den in der Meerwasseraquaristik geforderten niedrigen Phosphatkonzentrationen zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse liefert.

Probleme mit Kieselalgen - Silikat

Frage

Leider habe ich nach Entfernen aller bodenlebenden Algenfresser Probleme mit Kieselalgen. Auch der Einsatz von aufgehärtetem Osmosewasser hilft nur bedingt in meinem ca. 140l Süßwasseraquarium. Mir ist klar, dass es eine Reihe anderer Parameter gibt, die das Algenwachstum beeinflussen.

1. Warum darf ich ROWAphos vor dem Einsetzen nicht ausspülen? Habe ich leider doch ausgeführt, wenn auch kurz.

2. In der Anleitung steht nichts mehr von der SiO2-Bindung. In welchem Maß wird SiO2 gebunden?

3. Kann ich den Phosphatabsorber bedenkenlos im Filter belassen? Verbleibt eine Restmenge Phosphat im Aquarium, die von den Pflanzen benötigt wird?

Herzlichen Dank für Ihre Antworten und viele Grüße,

PS: Im Zoofachgeschäft wurde ich auf die Problematik von Polyphosphaten im Trinkwasser hingewiesen. Welche Bedeutung hat diese Verbindung bei der Trinkwasseraufbereitung und welche Konsequenzen hat dies auf die Aquaristik?


Antwort

Leider wird Silikat von Umkehrosmoseanlagen nicht so gut zurückgehalten wie andere Stoffe. Im Schnitt gehen ca. 20 – 30 % davon durch die Membran hindurch und finden sich im Permeat wieder. Je nach Ausgangskonzentration im Rohwasser kann das zu Problemen führen. Das scheint bei Ihnen der Fall zu sein.

Zu Ihren Fragen:
Ausspülen von ROWAphos: kein Problem. Wir hatten früher Kunden, die das Material in ein Küchensieb geschüttet haben und sich dann beschwerten, dass nichts mehr übrig war. Vorsichtiges Ausspülen ist völlig in Ordnung.

Kapazitäten geben wir nicht an, weil diese immer von den Ausgangskonzentrationen, Durchströmungsbedingungen, Kontaktzeiten, Phosphatgehalt etc. abhängen und daher in jedem Becken unterschiedlich sind.

Unsere Meerwasseraquarianer fahren ihre Becken immer dauerhaft problemlos mit ROWAphos. Im Süßwasser kommt es drauf an. In der Regel empfehlen wir auch hier den Dauereinsatz. Wenn Sie ein Becken mit vielen Pflanzen haben, brauchen diese zum Wachstum natürlich etwas Phosphat. Durch Mineralisierung und Zugabe von Futter haben Sie aber einen ständigen Phosphateintrag. Sie sollten die Phosphatkonzentration regelmäßig messen und das ROWAphos nicht überdosieren.

Polyphosphate und Silikate werden von den Wasserwerken zum Schutz des Leitungsnetzes eingesetzt. Sie werden durch die RO-Membranen sehr gut zurückgehalten. Biologisch sind die Polyphosphate aus dem Trinkwasser erst einmal nicht verfügbar. Sie müssen erst in ortho-Phosphat aufgespalten werden und gelangen dann über Transportsysteme in die Zellen (unsere Energiespeicherung auf zellularer Ebene erfolgt auch über Polyphosphate!)

Skala Phosphat-Test

Frage

Ich besitze einen Rowa Phosphattest. 
Bei diesem Test werden auf der Skala zwei Werte angezeigt. Ist es richtig, daß die erste Skalenreihe NICHT den in der Aquaristik üblichen Phosphatwert anzeigt, sondern die zweite Reihe?

Wie kann ich das Messergebnis korrekt interpretieren, wenn ich den PO4-Wert der Wasserprobe ermitteln will?

Antwort

Wie Sie richtig angenommen haben, zeigt die untere Zeile den Phosphat-Wert an. Die obere Zeile, der geringere Wert, zeigt den Phosphorgehalt aus den Phosphatverbindungen des Wassers an.


Der Test bestimmt das freie (=Ortho-)Phosphat. Über einen Umrechnungsfaktor wird dann der Phosphorgehalt der Phosphatverbindungen (PO4-P) ermittelt.


Sie können also den Phosphatgehalt direkt in der unteren Zeile ablesen.

Funktioniert ROWAphos wie ein Ionenaustauscher?

Frage

Ihr Bericht über das neue ROWAphos hat mich überzeugt, ich werde mich für dieses Produkt entscheiden. Bin sehr skeptisch gewesen da ich ein grosses Diskusbecken pflege. 

Sie erwähnen dass Ihr Präparat "feucht" gehalten werden muss. Ich gehe davon aus dass es dabei um dasselbe Prinzip wie "Ionentauscher-Harze" handelt, also einen Stoff abgibt um Phosphat und Silikat binden zu können? Um was für einen Stoff handelt es sich in diesem Fall? Besten Dank für Ihre Nachricht. 

Antwort

Nein, ROWAphos funktioniert nicht wie ein Ionenaustauscher. Bei einem Ionenaustauscher wird eben "ausgetauscht". ROWAphos adsorbiert, also bindet, das Phosphat ohne es gegen etwas auszutauschen und gibt es nicht wieder ab. 

Bei einem Ionenaustauscher können die gebundenen Ionen wieder in Lösung gehen, wenn alle "Bindungsplätze" belegt sind.  Im schlimmsten Fall "bricht so ein Filter durch", d.h. dass mehr von dem Stoff der entfernt werden soll zurück ins Wasser gelangt als ursprünglich im Wasser enthalten war. Das passiert bei ROWAphos nicht.

Ersatzröhrchen für Phosphat-Test

Frage

Mir ist leider ein der Glasröhrchen von Ihrem Phosphattest herunter gefallen. Der Test is noch fast nicht benutzt und ich wollte mir deshalb nicht nochmal einen neuen kaufen. Kann man das Glas auch einzeln erwerben ??

Antwort

Bitte wenden Sie sich an eine Apotheke oder an einen Laborhandel. Dort können Sie ein entsprechendes Röhrchen bekommen. Die Bestell-Nr. des Röhrchens finden Sie auf der Bedienungsanleitung.

ROWAphos komplett feucht

Frage

Ich wollte heute mein ROWAphos austauschen. als ich die Packung geöffnet habe war dies jedoch durch Kondenswasser komplett feucht. Die Packung stand ca. 3 Monate unbenutzt im Schrank. Kann ich den Phosphatadsorber trotzdem noch verwenden oder sollte ich besser neuen kaufen?

Antwort

ROWAphos ist immer feucht und muss auch feucht gelagert werden. Wenn es austrocknet, kann man es zwar noch benutzen, die Kapazität (also die Menge an Phosphat, die gebunden wird) sinkt aber.

Also, keine Sorge, es ist alles in Ordnung.